Raumgestaltung, Gaben und Gefässe

Da reformierte Gottesdiensträume sehr unterschiedlich ausgestattet sind, muss der Raum für die Feier des Abendmahls in besonderer Weise vorbereitet werden. Der Raum „feiert“ und gestaltet mit. So sollte auch der Abendmahlstisch mit Sorgfalt gedeckt sein (siehe Zurüstung).

Als Gaben werden für das reformierte Abendmahl handelsübliches, zuweilen selbstgemachtes, hefehaltiges Brot (meistens Weissbrot) und Wein (meistens Rotwein) verwendet. In vielen Gemeinden wird aus Rücksicht auf Alkoholkranke und Kinder Traubensaft gereicht. Die Abendmahlsgefässe umfassen einen Teller und einen, ev. mehrere Kelch(e) (Becher) sowie Einzelkelche. Sie müssen nicht aus einem bestimmten Material bestehen und sind – seit Zwingli – oft bewusst schlicht gehalten.

Wo ein unbeweglicher Abendmahlstisch aus Stein – oft ein ehemaliger Altartisch – vorhanden ist, ist es üblich, ihn als Tisch für die Abendmahlsgefässe zu verwenden. Wo kein Tisch vorhanden ist, wird in manchen Kirchen der Taufstein benutzt, oder es wird ein gewöhnlicher Tisch (in der Regel mit Tischtuch) im Chorraum so aufgestellt, dass die Liturgin hinter dem Tisch bequem mit Blick zur Gemeinde stehen kann. Mikrophon und eine Ablagemöglichkeit für die Unterlagen der Liturgin müssen ebenfalls vorhanden sein.

Beim Abendmahlsgebet befindet sich der Liturge in aller Regel hinter dem Abendmahlstisch mit Blick zur Gemeinde. So kann er die Einsetzungsworte sprechen und gleichzeitig auf die Gaben hinweisen. Die Austeilung der Gaben findet beim wandelnden Abendmahl oder bei der Austeilung in Gruppen meistens im Raum vor dem Abendmahlstisch statt.

Weitere Hinweise bei Austeilung