Anbetung

Anbetung

Der Anbetungsteil bringt das Lob und den Dank für Gottes heilvolles und befreiendes Handeln zum Ausdruck. In der Anbetung verweilt die Gemeinde vor und bei Gott.
Im Lob dankt die Gemeinde nicht nur, sondern gibt Gott auch den empfangenen Segen zurück: Das zeigt sich daran, dass im Hebräischen „segnen“ und „loben“ mit demselben Wort bezeichnet werden.

In der gegenwärtigen liturgischen Praxis ist die Anbetung hauptsächlich gesungene Anbetung, da bereits das Eingangsgebet lobenden, bzw. anamnetischen Charakter haben kann. Im Reformierten Gesangbuch steht dazu eine Fülle von Liedern zur Verfügung.

Das in der Liturgie vorgeschlagene Lied kann durch ein explizites Lobgebet oder ein Psalmgebet (im Wechsel) ergänzt werden (so beispielsweise in der Liturgie Taschenausgabe, 14). Der Psalm kann natürlich auch anstelle eines anderen Liedes gesungen werden. Die Verwendung von Psalmen trägt der hohen Bedeutung derselben für den Reformierten Gottesdienst Rechnung.

Liturgische Elemente:

Lied / Psalmlied
evtl. Lobgebet oder Psalmgebet

Soll der Gottesdienst einen ausführlichen Bussteil mit Lesung, Schuldbekenntnis und Gnadenzuspruch beinhalten, so wird dieser vor das Loblied eingeschoben (RG 152, siehe auch unter Schuldbekenntnis).

Literatur

David Plüss, Predigtgottesdienst, in: ders., Katrin Kusmierz, Matthias Zeindler, Ralph Kunz (Hg.), Gottesdienst der reformierten Kirche, Zürich 2017, 193–233.

Kirchenrat des Kantons Zürich, Zürcher Kirchenbuch. Kommentar I. Teil und Einführung zur Gottesdienstordnung, Zürich o.J., 37–45.