Fürbitte

Nachdem schon die Predigt Bibeltext und Lebenswelt miteinander ins Gespräch gebracht hat, wird nun letztere explizit in den Blick und ins Gebet genommen. Die Gemeinde denkt an jene, die Unterstützung, Kraft und Trost nötig haben. Dabei schärft die Fürbitte die Aufmerksamkeit für die Mitmenschen in der Nähe, wie auch über Grenzen und Kontinente hinweg.

Ihr voraus gehen gegebenenfalls die Abkündigungen. Die Nähe der Abkündigung zur Fürbitte macht Sinn, da so die Verstorbenen und die Angehörigen explizit oder implizit in das Gebet eingeschlossen werden können.
An die Fürbitte und ggf. an eine Zeit der Stille schliesst sich das gemeinsam gebetete oder gesungene Unser Vater an, das die zuvor formulierten Bitten bündelt und abschliesst.

Die Gestaltung dieser drei Teilschritte bedarf der besonderen Sorgfalt. Grundsätzlich empfiehlt sich die genannte Abfolge, wobei die Übergänge spezielle Beachtung verdienen. Auch bietet dieser Teil besondere Möglichkeiten der musikalischen Gestaltung.

Liturgische Elemente:

Abkündigung
Fürbitte
(Stille)
Unser Vater
Lied

Literatur

David Plüss, Predigtgottesdienst, in: ders., Katrin Kusmierz, Matthias Zeindler, Ralph Kunz (Hg.), Gottesdienst in der reformierten Kirche, Zürich 2017, 193–233.

Kirchenrat des Kantons Zürich, Zürcher Kirchenbuch. Kommentar I. Teil und Einführung zur Gottesdienstordnung, Zürich o.J., 48–52.