Abkündigungen

Die Abkündigungen gehören sachlich eng zu den Fürbitten. Hier werden jene Personen genannt, die in besonderer Weise der Fürbitte durch die Gemeinde bedürfen. In den meisten Gottesdiensten werden vor allem Personen erwähnt, die in der Woche zuvor kirchlich bestattet wurden – dabei sind die Angehörigen ausdrücklich mit eingeschlossen. Denkbar wäre aber auch der Verweis auf Trauungen.

Der Übergang von der Predigt, bzw. der Musik zur Predigt zu den Abkündigungen erfolgt jeweils recht abrupt und kann einen signifikanten Stimmungswechsel zur Folge haben. Diesem Wechsel ist in der Gestaltung Rechnung zu tragen. Die Abkündigung kann mit einer festen Formel beginnen oder – je nach Predigt – mit einem kurzen Satz an dieselbe anknüpfen und einen zentralen Gedanken der Predigt auf den Kasus der Abkündigung beziehen. Die Abkündigungen werden mit einem Bibelwort (Zuspruch) abgeschlossen. Mancherorts werden zudem Kerzen angezündet, um dem Gedenken mehr Raum zu geben. Eine ähnliche Funktion kann ein kurzes meditatives Orgel- oder Musikstück übernehmen.

Materialien

Liturgiewerk, Band V (Bestattung), Bern 2000, 139f.