Lieder zur Fürbitte

Der Fürbitteteil bietet vielfältige musikalisch-liturgische Gestaltungsmöglichkeiten: Entweder folgt nach Fürbittegebet und Unser Vater ein (Strophen-)Lied oder die unterschiedlichen Gebetsanliegen werden durch einen kurzen Liedvers rhythmisierend unterbrochen. Dazu eignen sich bspw. „Wir bitten dich, erhöre uns“ (RG 296) oder „Höre uns, wir rufen dich“ (RUpl 075), aber auch Leitverse wie „Sende aus Deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu“ (RG 63), „Du führst mich hinaus ins Weite, du machst meine Finsternis hell“ (RG 732) oder „Christus, komm und bring uns Deinen Frieden“ (RG 868), der das Gesangbuch abschliesst. (s.u. bei Materialien)

Auch einzelne Liedstrophen können sich als Kehrverse eignen. Oft werden auch die Kyrie-Rufe (RG 193–200; RUpl 056–059) verwendet; deren ursprünglicher Ort ist jedoch der Beginn des Gottesdienstes, bzw. das Schuldbekenntnis.

Wird ein ganzes Strophenlied zum Abschluss der Fürbitte gesungen, stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis der Text des Liedes zum Inhalt der Fürbitte steht. Hier könnten die Fürbitten auch in Anlehnung an einzelne Strophen formuliert werden. Auch Taizé-Lieder eignen sich gut, eine Fürbitte zu umrahmen.

Eine weitere Alternative besteht darin, mit einem gemeinsamen Amen die Fürbitte singend zu bekräftigen (RG 297 und 298; RUpl 121 und 123).

RG und RUpl bieten zudem mehrere Varianten eines gesungenen Unser Vaters (RG 286, 287 und 289; RUpl 101 und 102).

Literatur

Allgemein zur Liedwahl im Gottesdienst:
Andreas Marti, Lieder wählen, in: ders., Wie klingt reformiert? Arbeiten zu Liturgie und Musik (hrsg. von David Plüss, Katrin Kusmierz und Kirsten Jäger), Zürich 2014.
Auch in: Musik und Gottesdienst 63/2009, zur “Fürbitte”: 118 www.rkv.ch.