Konfirmation

„In der Konfirmationsfeier spielen unterschiedliche Motive eine Rolle, dies seit der Entstehung dieses Gottesdienstes in der Reformationszeit. Im Vordergrund steht der Zusammenhang mit der Katechese: Ursprünglich hatte die Konfirmation die Funktion eines Katechese-Abschlussexamens, heute ist sie die Abschlussfeier des kirchlichen Unterrichts. Sakramentale Aspekte ergeben sich einerseits durch das Verständnis der Konfirmation als Tauferinnerung, andererseits durch ihre Funktion als „Admission“ (Zulassung) zum Abendmahl. Diese entfällt heute aber, da Kinder und Jugendliche bereits während des kirchlichen Unterrichts das Abendmahl mitfeiern. Geblieben ist die Bedeutung der Konfirmation als Bekräftigung der Taufe und als Feier der kirchlichen Mündigkeit, der Integration in die Gemeinde der Erwachsenen, was insbesondere das Recht zum Patenamt einschliesst. Als Kasualfeier ist die Konfirmation ein Gottesdienst an einer Lebensstation mit dem besonderen Aspekt, dass das Miteinander der Generationen bedacht und zur Geltung gebracht wird. Dabei spielt die Fürbitte von Familie und Gemeinde für die jungen Menschen eine zentrale Rolle.“

(Liturgie Taschenausgabe, Zürich 2011, 59)

Literatur

Thomas Schlag, Christoph H. Maaß, Muriel Koch (Hrsg.), Konfirmationsarbeit in der Schweiz. Ergebnisse, Interpretationen, Konsequenzen, Zürich 2016.

Peter von Siebenthal, Konfirmation als Lebensperspektive. Feierliche Anstiftung zum eigenen Weg, in: David Plüss et al., Gottesdienst in der reformierten Kirche. Einführung und Perspektiven, Zürich 2017, 312–325.

Materialien

Hinweise zur Konfirmation und liturgisches Modell siehe Liturgie Taschenausgabe, 59ff.